Hydrographische Übersicht Österreichs – März 2019

Frühling bereits im März. Die Lufttemperatur lag mehr als 2 °C über dem Durchschnitt. Mittlere bis leicht überdurchschnittlichen Niederschläge im Westen, im Süden und Osten hingegen blieb es nach einem niederschlagsarmen Februar auch im März trocken. Die positive Abflussbilanz kommt überwiegend von der Schneeschmelze.

In allen Regionen Österreichs war es im März überdurchschnittlich warm.

Das frühlingshafte Wetter, das bereits im Februar in weiten Teilen Österreichs all jene erfreute die Gelegenheit hatten sich im Freien aufzuhalten, setzte sich im März fort. Auch war das Jahr 2018 das wärmste Kalenderjahr seit Messbeginn.

Hohe Temperaturen und wenig Niederschlag, ungünstig für den Wald und die Landwirtschaft.

Zu den hohen Temperaturen war es im März in vielen Regionen niederschlagsarm. In der Fläche fehlt auf das klimatologische Mittel im März etwas mehr als ein Viertel an Niederschlag. Niederschlag im Bereich des vieljährigen Mittelwertes gab es im Westen von Vorarlberg bis Salzburg, in Osttirol, in Oberkärnten, in der Obersteiermark und im Norden von Oberösterreich. Mit Defiziten zwischen minus 40 und minus 70 Prozent war es in der südlichen Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich viel zu trocken.

Die Schneeschmelze hebt den Abfluss über den Mittelwert, wenig Wasser im Südosten Österreichs.

Auf Grund der frühlingshaften Temperaturen beeinflusste die Schneeschmelze in den Tallagen bereits im Februar den Abfluss in Österreich. Auch in der ersten Märzhälfte ist der Anteil der Schneeschmelze in den Abflüssen deutlich zu erkennen. An vielen Gewässern in den alpinen Lagen erhöhte die Schneeschmelze einen Monat früher als im Mittel den Abfluss. Niederschlagsbedingte Abflussreaktionen gab es nur zur Monatsmitte im oberösterreichischen Innviertel und im nordwestlichen Mühlviertel. Die österreichweit gemittelte März-Abflussbilanz liegt mit etwas mehr als plus 20 Prozent über dem vieljährigen Mittelwert. Dort wo die Schneeschmelze fehlt, beziehungsweise bereits zu Monatsbeginn abgeschlossen war, stellte sich bereits im März eine Niederwassersituation ein. So zum Beispiel betrug die Monats-Abflussfracht am Pegel Neumarkt an der Raab, nur circa ein Drittel des vieljährigen Mittelwertes.

Grundwasser

Im Westen Österreichs und in der Obersteiermark stieg das Grundwasser im März in vielen Gebieten an, wobei in schnell reagierenden Gebieten dem grundsätzlichen Anstieg oft noch mehrere Spitzen aufgesetzt waren. Gebietsweise begann das Grundwasser zum Ende der zweiten Dekade zu sinken. Im Unteren Salzachtal und in Teilen Ober- sowie Niederösterreichs wurden zunächst leicht sinkende, zur Monatsmitte dann etwas steigende und danach wiederum sinkende Grundwasserstände beobachtet. Im Großteil Niederösterreichs und Wien herrschten aber den ganzen März gleichbleibende oder leicht steigende, mancherorts auch stärker steigende Verhältnisse. In Kärnten, in der Süd- und Oststeiermark sowie im Burgenland wurden ebenfalls überwiegend gleichbleibende oder aber sinkende Werte registriert.

Veröffentlicht am 09.04.2019, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)