Mitteilungsblatt des Hydrographischen Dienstes in Österreich Nr. 88

Das aktuelle Mitteilungsblatt zeigt die Vielfältigkeit der Themen, mit denen sich der Hydrographische Dienst Österreichs auseinandersetzt.

Egal ob es um die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Gewässer, die Analyse früherer Hochwasserereignisse, die Wege, die das Wasser im Untergrund nimmt, oder die speziellen meteorologischen Bedingungen im Alpenraum geht, überall bilden hydrographische Daten die Grundlage für Wissenschaft und Planung.

Originalarbeiten im Mitteilungsblatt

  • Die Hydrogeologie der Wiener Lobau (S. Grupe et al., Wiener Gewässer Management GmbH und MA 45)

Mit einem 3D-Schichtmodell werden die geologischen und hydrologischen Bedingungen der Wiener Lobau dargestellt. Die daraus gewonnen Erkenntnisse sollen die Basis für ein Grund- und Oberflächenwassermodell bilden, womit wasserwirtschaftliche Maßnahmen in der Lobau optimiert werden können.

  • VERA – Ein objektives Verfahren zur Analyse von meteorologischen Messwerten (D. Mayer, R. Steinacker, Institut für Meteorologie und Geophysik, Universität Wien)

VERA (Vienna Enhanced Resolution Analysis) ist ein objektives und modellunabhängiges Verfahren, mit dem unregelmäßig verteilte Messwerte meteorologischer Bodenbeobachtungen von Fehlern befreit und in intelligenter Weise auf ein regelmäßiges Gitter interpoliert werden können. Mit VERA wird z.B. die räumliche Verteilung von Luftdruck, Temperatur, Wind oder Niederschlag berechnet. Die Analysen bilden die Ausgangsbasis für zahlreiche weitere meteorologische Größen sowie für klimatologische Auswertungen.

  • Langzeitentwicklung der Wassertemperatur in österreichischen Fließgewässern (S. Standhartinger, R. Godina, BMNT Abt. I/4-Wasserhaushalt)

In dieser Arbeit werden die Temperaturdaten von vier österreichischen Flüssen unterschiedlicher Charakteristik auf mögliche Trends untersucht. Der beobachtete Anstieg der Wassertemperatur in einigen Gewässern ist hauptsächlich eine Folge der steigenden Lufttemperatur – ausgelöst durch den globalen Klimawandel.

  • Die Hochwasserereignisse im Sommer 2012 in der Steiermark (R. Schatzl et al., Hydrographischer Dienst Steiermark)

Die Steiermark war von Juni bis August 2012 mehrmals von Hochwasser betroffen. In diesem Bericht werden die Wetter- bzw. Niederschlagsverhältnisse, die zu diesen Ereignissen führten, sowie die Spitzendurchflüsse und Jährlichkeiten analysiert. Dies bildet die Grundlage für zukünftige Planungen im Hochwasserschutz.

Aktuelle Mitteilungen und Berichte der Hydrographie

Im Jahr 2002 war Österreich mit einer außergewöhnlichen Hochwassersituation konfrontiert. Der Bericht erinnert an die Geschehnisse und zeigt auf, welche Maßnahmen seither seitens der Hydrographie umgesetzt wurden.

Das hydrographische Informationssystem eHYD ist seit Jänner 2013 online. Im Artikel werden die Inhalte dieser Informationsplattform beschrieben.

Im September 2012 fanden in Tirol die zweiten österreichweiten ADCP-Vergleichsmessungen statt. Dabei sollten die Möglichkeiten und Grenzen der unterschiedlichen ADCP-Geräte unter erschwerten Bedingungen ausgelotet werden.

Wichtige Themen erfordern hochwertige Datenbasis

Die Tätigkeitsfelder der Hydrographie sind in unserer Gesellschaft von großem Interesse. Der Hydrographische Dienst in Österreich garantiert, dass geprüfte Daten eines umfangreichen Messnetzes zur Verfügung stehen und bietet auch das nötige ExpertInnenwissen, um mögliche Veränderungen in der Entwicklung der Wasserbilanz zu erkennen und darzustellen.

Wie kommen Sie zum Mitteilungsblatt

Im Downloadbereich zu diesem Artikel kann eine elektronische Version des Mitteilungsblattes herunter geladen werden. Sollten Sie eine gedruckte Version bevorzugen, so kann diese bei der Abteilung I/4 – Wasserhaushalt (HZB) bestellt werden. So lange der Vorrat reicht, wird Ihnen ein Exemplar gesandt.

Veröffentlicht am 30.09.2016, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)