Markierungsversuche in der Hydrologie und Hydrogeologie

Informationen und Ergebnisse von Markierungsversuchen werden im BMNT online in einer Datenbank erfasst und im Internet veröffentlicht.

Warum Markierungsversuche?

Markierungsversuche werden durchgeführt, um Fließwege und Verweilzeiten des Wassers zu erkunden. Wasserwege und Verbindungen zwischen Einspeisungs- und Beobachtungsstellen können durch Einbringung von Substanzen in den Wasserkreislauf festgestellt werden. Außerdem liefern sie Anhaltspunkte über Fließgeschwindigkeit und Fließrichtung des Wassers und ermöglichen es Einzugsgebiete von Quellen und Brunnen abzustecken. Markierungsversuche geben somit Aufschluss über den unterirdischen und nicht sichtbaren Teil des Wasserkreislaufs.

Markierungsversuchedatenbank

Die Ergebnisse von Markierungsversuchen sind auch künftig von Bedeutung, insbesondere wenn sie größere Gebiete umfassen. Außerdem können, wie zahlreiche Markierungsversuche gezeigt haben, Markierungsmittel viele Jahre in einem Grundwasserkörper verbleiben und periodisch oder episodisch über lange Zeiträume zutage treten. Um diese Informationen zu sammeln und zugänglich zu machen, existiert seit 2007 im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) die Markierungsversuchedatenbank. Sie bietet allen Durchführenden von Markierungsversuchen die Möglichkeit die Kenndaten vergangener und aktueller Versuche einzugeben, wie es auch im ÖWAV-Regelblatt 214 „Markierungsversuche in der Hydrologie und Hydrogeologie“ gefordert wird.

Die in der Datenbank erfassten Einspeisungs- und Beobachtungsstellen sind in einer Fachkarte in eHYD dargestellt. Bei einem Darstellungsmaßstab größer als 1:50.000 werden auch die nachgewiesenen unterirdischen Fließwege eingeblendet. Kurze Zusammenfassungen der einzelnen Markierungsversuche stehen zum Download zur Verfügung.

Wollen auch sie Daten in die Markierungsversuchedatenbank eingeben? Dann wenden sie sich bitte an wasserhaushalt@bmnt.gv.at.

Veröffentlicht am 22.04.2015, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)