Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser – QZV Chemie GW

Vorgaben zur Festlegung des guten chemischen Zustands im Grundwasser und Schutzmaßnahmen

Die Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über den guten chemischen Zustand des Grund­wassers (Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser – QZV Chemie GW) ist am 29. März 2010 im BGBl. II Nr. 98/2010 kundgemacht worden.

In der QZV Chemie GW werden der gute chemische Zustand durch Schwellenwerte für Schadstoffe bezeichnet und Kriterien zur Beurteilung des chemischen Zustands im Grundwasser festgelegt.Weiters legt die Verordnung zum Schutz des Grundwassers vor Verschlechterung bzw. Verschmutzung Einbringungsverbote sowie -beschränkungen fest und bezeichnet die Kriterien für die Ausweisung von Gebieten gemäß § 33f WRG 1959.
 
Die Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser ist am 30. März 2010 in Kraft getreten. Gleichzeitig sind die Verordnung über den Schutz des Grundwassers gegen Verschmutzung durch bestimmte gefährliche Stoffe (Grundwasserschutzverordnung), BGBl. II Nr. 398/2000, und die Verordnung betreffend Schwellenwerte für Grundwasserinhaltsstoffe (Grundwasserschwellenwertverordnung), BGBl. Nr. 502/1991, in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 147/2002, außer Kraft getreten.

Novellierung der Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser, BGBl. II Nr. 461/2010:

Mit der Novelle erfolgte eine Anpassung an die Richtlinie 2009/90/EG der Kommission zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands. Diese Richtlinie enthält Mindestkriterien für Analysenmethoden und Festlegungen für den Umgang mit Analysenwerten unter der Bestimmungsgrenze bzw. Nachweisgrenze bei der Mittelwertbildung. 
 
Bislang wurde bei der Anwendung der QZV Chemie GW eine Unterscheidung von Gehalten unter der Bestimmungsgrenze bzw. unter der Nachweisgrenze gemacht, wobei Gehalte unter der Nachweisgrenze auf die halbe Nachweisgrenze und Gehalte zwischen Nachweis- und Bestimmungsgrenze auf die halbe Bestimmungsgrenze gesetzt wurden. In Anpassung an die RL 2009/90/EG der Kommission zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands werden durch diese Novelle nunmehr alle Gehalte unter der Bestimmungsgrenze einheitlich mit der halben Bestimmungsgrenze festgelegt. 
  
Die Novelle, BGBl. II Nr. 461/2010, ist am 1. Jänner 2011 in Kraft getreten.

Veröffentlicht am 08.10.2014, Wasserlegistik und -ökonomie (Abteilung I/8)