Ökologischer Zustand der Oberflächengewässer in Österreich

Der ökologische Zustand spiegelt die Qualität von Struktur und Funktionsfähigkeit aquatischer, in Verbindung mit Oberflächengewässern stehender, Ökosysteme wider.

In Österreich gibt es 2.194 Fließgewässer, deren Einzugsgebiet (EZG) größer als 10 km² ist. Diese haben eine Länge von insgesamt ca. 32.521 km.

88% dieser Fließgewässer sind natürlich. Den restlichen Anteil bilden künstliche, d.h. von Menschenhand geschaffene Wasserkörper, und erheblich veränderte Gewässer, die durch Eingriffe des Menschen in ihrem Wesen maßgeblich verändert wurden. Diese können aufgrund der Nutzung nicht in den „guten ökologischen Zustand“ gebracht werden. Für sie gilt als Qualitätsziel das „gute ökologische Potenzial“. In „mäßig oder schlechter“ werden die darunter liegenden Werte zusammengefasst.

15% der Fließgewässer befinden sich in einem „sehr guten“, 22% in einem „guten“ ökologischen Zustand, d.h. es gibt nur geringfügige Abweichungen vom unbelasteten Zustand. Knapp ein Drittel der Gewässer (32%) sind als „mäßig“ anzusprechen, 13% als „unbefriedigend“ und 4% als „schlecht". 2% sind in einem „guten und besseren“ ökologischen Potenzial, 10% befinden sich in einem „mäßigen und schlechteren“ ökologischen Potenzial; für 2% liegt keine Bewertung vor.

Österreich besitzt zahlreiche stehende Gewässer, wie natürlich entstandene Seen, Lacken, Klein- und Augewässer, und künstliche Baggerseen, Speicher- und Stauseen.

62 davon sind große Seen mit einer Fläche von mehr als 50 ha.

Der Großteil der 43 natürlichen und 19 künstlichen Seen, die größer als 50 ha sind, befindet sich in einem „sehr guten“ (16%) oder „guten“ ökologischen Zustand (32%), 40% befinden sich in einem „guten und besseren“ ökologischen Potenzial10% der  Seen sind mit einem „mäßigen“, 2 % mit einem "unbefriedigenden" ökologischen Zustand ausgewiesen.

Veröffentlicht am 09.07.2018, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/3)