Sondermessprogramm Pestizide und Metaboliten 2010

Mit vorliegendem Bericht werden die Ergebnisse des Sondermessprogramms Pestizide und Metaboliten 2010 veröffentlicht.

Gegenstand des gemäß Gewässer-

zustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) durchgeführten Messprogramms war die einmalige Untersuchung von potentiell durch Pflanzenschutzmittel gefährdeten Grundwassermessstellen auf bisher nicht beobachtete Pflanzenschutzmittelwirkstoffe und deren Abbauprodukte (Metaboliten). Insgesamt wurden 201 Grundwassermessstellen auf 121 Parameter (Wirkstoffe bzw. Metaboliten) untersucht.

Von den 121 gemessenen Substanzen wurden insgesamt 50 im Grundwasser nachgewiesen (21 Wirkstoffe, 29 Metaboliten). 92 Messstellen (ca. 46 %) weisen zumindest für einen der 121 gemessenen Parameter eine Überschreitung des Schwellenwerts bzw. des Aktionswerts auf.

 
Wirkstoffe, die selbst oder deren relevante Metaboliten vermehrt über dem Grenzwert von 0,1 µg/l gefunden wurden, sind Tolylfluanid, Metazachlor, Terbuthylazin und Bentazon. Atrazin wurde bei diesem Sondermessprogramm nicht untersucht, weil bereits viele Ergebnisse aus dem GZÜV Routineprogramm vorliegen. 

Alle gemessenen Konzentrationen liegen aber deutlich unter der vom ADI-Wert abgeleiteten Konzentration im Trinkwasser. Der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) beziffert die tägliche Aufnahmemenge von Fremdstoffen in Lebensmitteln, die ein Mensch lebenslänglich täglich verzehren kann ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen.

Nähere Informationen können im Endbericht nachgelesen werden. Zusätzlich stehen vier Karten in denen die Ergebnisse dargestellt werden zur Verfügung!

Veröffentlicht am 29.11.2011, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/3)