Stoffbilanzmodellierung für Nährstoffe auf Einzugsgebietsebene (STOBIMO-Nährstoffe)

In einer Studie wurden mit Hilfe des MONERIS - Emissionsmodells umfassende Informationen über die Höhe und Herkunft von Stickstoff- und Phosphoremissionen in die Oberflächengewässer Österreichs erarbeitet.

Das ursprünglich für den norddeutschen Raum entwickelte Modell wurde auf die österreichischen Gegebenheiten angepasst (dies gilt speziell für die Einträge aus Gebirgsregionen) und in 367 österreichischen Teileinzugsgebieten mit mittleren Einzugsgebietsgrößen von rund 230 km² angewendet.
 
Der Modellansatz wurde so erweitert, dass neben der Ermittlung der (in Richtung der empfangenden Meere) transportierten Frachten aus den verschiedenen Eintragspfaden auch die jeweilige Auswirkung auf die lokale Gewässergüte betrachtet werden konnte. Dies erfolgte für alle betrachteten Einzugsgebiete durch den Vergleich modellierter 90-%-Perzentile von NO-N und PO-P Konzentrationen mit den in der QZV Ökologie angegebenen typspezifischen Qualitätszielen.
 
Weiters wurden anhand von Szenarienbetrachtungen die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen auf die Gesamt-Stickstoff- und Phosphorfrachten und auf die lokale Gewässergüte in Form von Konzentrationsüberschreitungen der typspezifischen Richtwerte abgeschätzt. 

Veröffentlicht am 20.01.2012, Koordinierung Klimapolitik (Abteilung IV/1)