Gesamthärte der Grundwässer in Österreich

Eine aktuelle Übersichtskarte zeigt die Härtegrade der Grundwasserkörper Österreichs.

Für die österreichischen Grundwasserkörper wurde auf Basis der Ergebnisse von 2012 eine Karte der Gesamthärte ausgedrückt als Median erstellt (Karte: siehe Downloads).

Die Gesamthärte des Wassers wird in Mitteleuropa in „Grad deutscher Härte" (dH) angegeben. Ein Grad deutscher Härte (1° dH) entspricht einer Menge von 10 mg Calciumoxyd (CaO)-Äquivalenten oder einer Menge von 7,15 mg gelöster Calcium-Ionen. Die Wasserhärte ist abhängig vom Gehalt an Calcium- und Magnesiumionen (Kalkbildner) im Wasser. Je höher der „Kalkgehalt", desto härter ist das Wasser.

Das österreichische Trinkwasser wird beinahe zu 100% aus Grundwasser gewonnen – etwa je zur Hälfte aus Karst- und Kluftgrundwasser (Quellen) und aus Porengrundwasservorkommen in den Tal und Beckenlagen.

Eine höhere Wasserhärte trägt wesentlich zum guten Geschmack bei und wirkt sich günstig auf Knochenbau, Zähne, Herz und Kreislauf aus, weil das kalkhaltige harte Trinkwasser dem Organismus das wichtige Spurenelement Calcium liefert und so mithilft, den täglichen Calciumbedarf zu decken.

Je härter das Wasser jedoch ist, umso mehr Waschmittel wird durch die Kalkbindung benötigt. Ein nachteiliger Nebeneffekt ist auch das Ausfällen des Kalkes beim Erhitzen. Dies kann zum Verkalken von Rohrleitungen, Boilern, Waschmaschinen und anderen Geräten führen.

Die Daten zur aktuellen Karte wurden im Rahmen der Gewässerzustandsüberwachung (GZÜV, BGBl. II Nr. 479/2006, i.d.g.F.) erhoben. In den ausgewiesenen Grundwasserkörpern werden Poren-, Karst- und Kluftgrundwässer an Brunnen, Sonden und Quellen untersucht. Detaillierte Darstellungen zur Auswertung der Grundwassermessstellen finden sich in den Karten 11a – 11c im Bericht "Wassergüte in Österreich. Jahresbericht 2013".

Veröffentlicht am 10.06.2014, Abteilung IV/3 - Nationale und internationale Wasserwirtschaft