Trinkbare Tiefengrundwässer in Österreich

In den Beckenlagen der östlichen Regionen unseres Bundesgebietes sind die trinkbaren Tiefengrundwässer vielfach die wichtigste und oft einzige Trinkwasserressource.

Die Sektion Wasser beauftragte die Geologische Bundesanstalt mit der Erstellung einer bundesweiten Überblickskarte 1:500.000 und Beschreibung der geologisch-hydrogeologischen sowie hydrochemischen Situation dieser besonderen Trinkwasserart  und veröffentlicht erstmals eine zusammenfassende Studie über die maßgeblichen Vorkommen.

Insbesondere in den Beckenlagen der östlichen Regionen unseres Bundesgebietes stellen die trinkbaren Tiefengrundwässer die wichtigste und zugleich vielfach  einzige Ressource für eine gesicherte Versorgung mit einwandfreiem und hochqualitativem Grundwasser für die Bevölkerung dar. Wie schon der Name „Tiefengrundwasser“ schließen lässt, sind darüber hinaus diese Wässer durch deren besondere hydrogeologische Lage in der Regel vor Schadstoffeinträgen jeglicher Art sehr gut geschützt und damit gerade auch für die Trinkwassernotversorgung über diese Regionen hinaus von sehr hohem Stellenwert. Das hohe Alter und der besondere Chemismus dieser Wässer bedingen gleichzeitig aber auch eine eingeschränkte Grundwassererneuerung, sodass mit Entnahmen sehr sorgsam umgegangen werden muss. Es werden aber auch bestehende Wissensdefizite aufgezeigt, welche für eine nachhaltige Nutzung der Tiefengrundwässer künftig abgearbeitet werden sollten.

Nach der bereits im Jahre 2009 veröffentlichten Überblickskarte, hat nunmehr die Geologische Bundesanstalt in Würdigung der Besonderheit dieser Wässer in Form eines „Abhandlungsbandes“ deren Auftreten in den geologischen Einheiten Österreichs samt genetischer Interpretation fertiggestellt. Darüber wird auch der neueste Stand zur tektonischen Gliederung der Ostalpen in geraffter Form dargestellt.

Veröffentlicht am 09.02.2016, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/3)